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August 31, 2026
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Shirin David enttäuscht von Netflix-Doku: „Nur das Leiden“ gezeigt

Rapperin Shirin David hat sich enttäuscht über die Netflix-Dokumentation „Barbara – Becoming Shirin David“ geäußert. Der Film sei nicht authentisch und stelle ihr Leben aus ihrer Sicht verzerrt dar, schrieb die 31-Jährige auf Instagram.

Die im Frühjahr veröffentlichte Dokumentation zeichnet den Weg von Barbara Shirin Davidavičius zur erfolgreichen deutschen Künstlerin nach. Dabei wird auch ihre Herkunft als Tochter einer alleinerziehenden Mutter aus Litauen thematisiert. David kritisierte jedoch, dass in der Produktion vor allem schwierige und emotionale Seiten gezeigt würden.

In einer Instagram-Fragerunde erklärte die Musikerin, zusammengeschnitten worden sei lediglich das „Leiden“. Die Doku zeige zu viel „Geheule“. Sie habe sich mehr Tiefe und eine ausführlichere Darstellung ihrer Herkunft gewünscht. Den Film bezeichnete David als „vollkommen an den Haaren herbeigezogen“.

Nach ihrer Darstellung war sie während der Produktion von Netflix-Vertreterinnen wiederholt gebeten worden, möglichst alles zu zeigen. Das Unternehmen habe in Aussicht gestellt, mit der Doku „Netflix-Doku-Geschichte“ zu schreiben. David erklärte, sie habe dem zugestimmt, weil sie sich von der Anfrage geschmeichelt gefühlt und den Verantwortlichen vertraut habe. Inzwischen bereue sie diese Entscheidung.

Die Zusammenarbeit mit dem Produktionsteam sei grundsätzlich gut gewesen, räumte die Rapperin ein. Regie und Marketing hätten jedoch am Ende über den Schnitt und die Darstellung bestimmt. Sie habe ihre Schnittrechte abgegeben, weil ihr vermittelt worden sei, dies gehöre zur journalistischen Arbeit.

David sieht darin kein Einzelproblem. Ihrer Ansicht nach würden erfolgreiche Frauen in den Medien häufig über Krisen und Überforderung dargestellt, während Männer bereits für einen Teil ihrer Leistung gefeiert würden. Sie sei müde von dem wiederkehrenden Bild einer erfolgreichen Frau, das ältere Medien zeichneten.

Als weiteres Beispiel nannte sie Schlagerstar Helene Fischer. Diese habe ihre Netflix-Dokumentation nicht ohne Grund abgesagt, schrieb David. Vor zwei Jahren war bekannt geworden, dass eine bereits gedrehte Doku über Fischer nicht veröffentlicht wird.

David erklärte außerdem, sie habe versucht, ihre eigene Dokumentation zurückzukaufen und Netflix die entstandenen Kosten zu erstatten. Das Unternehmen habe dies abgelehnt. Deshalb sei der Film veröffentlicht worden, obwohl sie sich darin nicht wiedererkenne.

Netflix erklärte auf Anfrage der „Bild“-Zeitung, Talent-Dokumentationen erzählten die Geschichten, die durch den Zugang entstünden, den Künstlerinnen und Künstler im Rahmen einer Produktion ermöglichten. Auch der SPIEGEL kritisierte den Film in einer Rezension deutlich.

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