Eine weltweite Störung bei Microsoft hat den E-Mail-Dienst Outlook sowie weitere Anwendungen des Konzerns beeinträchtigt. Millionen Nutzer konnten nach den vorliegenden Angaben keine Nachrichten senden oder empfangen. Teilweise war auch die Anmeldung nicht möglich.
Betroffen waren sowohl private Nutzer als auch Unternehmenskunden. In Deutschland gingen die ersten Störungsmeldungen gegen 18 Uhr ein. Auf dem Portal „Downdetector“ stieg die Zahl der Hinweise aus dem gesamten Bundesgebiet innerhalb kurzer Zeit stark an. Gegen 20 Uhr wurde ein Höchststand erreicht. Insgesamt meldeten Störungsportale Zehntausende Beschwerden.
Microsoft bestätigte am späten Abend auf seinen offiziellen Statusseiten erhebliche Probleme bei mehreren Anwendungen. Neben Outlook waren demnach auch Teams, OneDrive for Business, SharePoint Online, Purview und Defender XDR betroffen.
Über den Account „Microsoft 365 Status“ teilte das Unternehmen auf X mit, dass die Ursache der Störung untersucht werde. Microsoft führte den Vorfall unter der Kennung EX1464935. Eine genaue Einschätzung, wann die Dienste wieder vollständig funktionieren würden, lag zunächst nicht vor.
Nach Angaben von Microsoft lag die Ursache in der Cloud-Infrastruktur von Exchange Online. Ein Fehler in einer Authentifizierungs- und Verbindungskomponente verhinderte demnach den Zugriff auf die Mailserver. Die Techniker leiteten Gegenmaßnahmen ein. Dazu gehörte auch die Rückgängigmachung eines kürzlich vorgenommenen Updates.
Microsoft erklärte: „Wir führen weitere Tests durch, um festzustellen, ob dadurch eine Verbesserung der Situation erreicht werden kann.“ Ob die Maßnahmen die Störung vollständig beheben würden, war zunächst offen.
IT-Experten rieten betroffenen Nutzern davon ab, lokale Einstellungen am Computer zu verändern oder Outlook neu zu installieren. E-Mails, die im Postausgang feststecken, sollten zudem nicht wiederholt manuell versendet werden. Andernfalls könne es später zu Mehrfachzustellungen kommen.
Eine Behebung der weltweiten Störung war am späten Montagabend noch nicht absehbar. Der Bericht entstand mit Material der dpa.