Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez wirft Russland und Israel vor, mit Falschinformationen die Lage rund um Ceuta verschärft zu haben. Auch eine internationale ultrarechte Bewegung habe Migration als politisches Mittel genutzt, um Spanien und der Europäischen Union zu schaden.
Sánchez bezog sich dabei auf Untersuchungen des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EEAS). Nach seiner Darstellung hätten Fehlinformationen und ihre rasante Verbreitung über soziale Medien den Ansturm auf Ceuta ausgelöst und weiter angeheizt.
Ende Juli waren schätzungsweise 80.000 Menschen von Marokko aus angekommen, um in die EU zu gelangen. Mindestens 96 Flüchtlinge ertranken nach Angaben aus dem Bericht auf dem Weg.
Der spanische Regierungschef beschuldigte Russland, Israel und die internationale ultrarechte Bewegung, Migration als „Angriffswaffe“ einzusetzen. Russland und Israel hatten Spanien zuvor wegen seiner Haltung zu den Kriegen in der Ukraine und im Iran kritisiert.
Die Nachricht wurde am 31. August 2026 im Programm Deutschlandfunk ausgestrahlt.