Real Madrid musste im Ligaspiel gegen den FC Villarreal nach einer kuriosen Szene auf Vinícius Júnior verzichten. Der Brasilianer hatte in der 71. Minute vermeintlich zum 2:0 getroffen und ausgelassen mit der Mannschaft gefeiert. Nach dem Eingreifen des VAR wurde der Treffer jedoch nicht anerkannt – stattdessen erhielt Vinícius die Rote Karte.
In der Entstehung der Szene hatte der Offensivspieler seinen Gegenspieler Nathan Saliba an den Haaren gezogen. Vinícius reagierte mit heftigen Gesten und wollte den Platzverweis zunächst nicht akzeptieren. Anschließend wurde er von seinen Teamkollegen in Richtung Kabine begleitet.
Dem Brasilianer droht nun eine Sperre. Sollte diese mehr als ein Spiel umfassen, würde Vinícius ausgerechnet im Clasico gegen den FC Barcelona am übernächsten Spieltag fehlen. Über Instagram meldete er sich nach der Partie zu Wort und schrieb: „Die Freude geht weiter … Entschuldigung an mein Team und die Fans.“
Bei Real Madrid sorgte die Entscheidung für Unmut. Aurelien Tchouameni sagte: „Ich weiß nicht, was mit den Schiedsrichtern los ist, diese Rote Karte verstehe ich nicht, aber das Wichtigste ist der Sieg.“
Trainer José Mourinho blieb der obligatorischen Pressekonferenz nach dem Spiel fern. Die Liga gab rund 40 Minuten nach dem Abpfiff bekannt, dass der Presseraum weiterhin leer sei. Offenbar wollte Mourinho keine Sperre riskieren. Die „Marca“ zitierte ihn mit den Worten: „Ich werde nichts sagen, weil ich gegen Sevilla und Barcelona auf der Bank sitzen möchte.“
Bereits nach dem Stadtduell gegen Atlético Madrid hatte sich Mourinho lautstark über die Schiedsrichterleistung beschwert. Damals brachte er ausgedruckte Fotos mit zur Pressekonferenz und sorgte damit für Aufsehen.
Auch ohne Vinícius brachte Real Madrid die Führung gegen Villarreal über die Zeit. Der Rückstand auf Tabellenführer FC Barcelona beträgt weiterhin sechs Punkte. Atlético Madrid liegt einen Zähler vor den Königlichen, die nach acht Ligapartien bereits zwei Niederlagen verbucht haben.

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