EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zu einem zweitägigen Besuch in Grönland eingetroffen. Mit der Regierung der weitgehend autonomen Arktisinsel soll eine neue gemeinsame Erklärung zwischen der Europäischen Union und Grönland unterzeichnet werden.
Außerdem werden Investitionszusagen in dreistelliger Millionenhöhe erwartet. Von der Leyens Reise wird auch als Zeichen des Zusammenhalts angesichts der amerikanischen Kontrollansprüche auf Grönland bewertet.
Die Kommissionspräsidentin schrieb in den sozialen Medien: „Wir sind Familie.“ Grönland gehört zum Staatsgebiet Dänemarks, ist jedoch weitgehend autonom und selbst kein Teil der Europäischen Union.
US-Präsident Donald Trump hatte seine Ansprüche auf die Insel zuletzt im Juli erneut bekräftigt. Zur Begründung verwies er auf einen aus seiner Sicht unzureichenden Schutz Grönlands durch Dänemark.
Beobachter sehen darüber hinaus den möglichen Zugriff auf Rohstoffe als ein Motiv für das amerikanische Interesse an der rohstoffreichen Arktisinsel.
Die Nachricht wurde am 7. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks ausgestrahlt.