Die Europäische Union will ihre wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu Grönland ausbauen. Bei einem Besuch in der grönländischen Hauptstadt Nuuk unterzeichnete EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eine entsprechende Erklärung.
Zusätzlich kündigte von der Leyen Investitionen in Höhe von 200 Millionen Euro an. Das Geld soll in diesem und im kommenden Jahr eingesetzt werden. Geplant sind unter anderem Fortschritte bei der Erschließung kritischer Rohstoffe.
Auch die digitale Infrastruktur soll verbessert werden. Dazu zählen der Ausbau von Internetverbindungen über Satelliten und Unterseekabel. Weitere Einzelheiten zu den einzelnen Vorhaben wurden in dem vorliegenden Bericht nicht genannt.
Grönland gehört zu Dänemark, ist jedoch weitgehend autonom und kein Mitglied der Europäischen Union. Von der Leyen bezeichnete die Insel bei ihrem Besuch als strategischen Verbündeten und als geschätztes Mitglied der erweiterten europäischen Familie.
Der Ausbau der Zusammenarbeit erfolgt vor dem Hintergrund des weiterhin bestehenden Ansinnens von US-Präsident Donald Trump, Grönland unter die Kontrolle der Vereinigten Staaten zu bringen. Die Vereinbarung wurde bei von der Leyens Besuch in Nuuk getroffen. Die Nachricht wurde am 7. September 2026 im Programm des Deutschlandfunks verbreitet.