Kimi Antonelli hat beim Formel-1-Rennen in Monza einen Heimsieg für Mercedes gefeiert. Der 20-jährige Italiener setzte sich vor seinem Teamkollegen George Russell durch und baute damit seine Führung in der Fahrer-WM aus.
Antonelli war wegen einer Motorenstrafe nur von Platz 19 gestartet. Dennoch arbeitete er sich im Rennen schnell nach vorn. Nach 18 Runden hatte der Mercedes-Fahrer 18 Positionen gutgemacht und lag erstmals an der Spitze.
Vor mehr als 118.000 Fans in Monza sicherte sich Antonelli schließlich den Sieg. Nach dem Rennen sagte er: „In Monza gewinnen zu können, hat mich beflügelt.“ Die Fans habe er zwar nicht gehört, aber gesehen.
Mit seiner Aufholjagd schrieb Antonelli laut dem Bericht ein Stück Formel-1-Geschichte. Michael Schumacher hatte bei seinem Sieg 1995 in Spa eine Aufholjagd von einem schlechteren Startplatz aus geschafft, war aber nicht von Rang 19 zum Erfolg gefahren. Max Verstappen gewann 2024 in Brasilien nach dem Start von Platz 17. Nur John Watson war in dieser Hinsicht noch erfolgreicher: Er siegte 1983 in den USA nach einem Start von Position 22.
Der frühere Weltmeister und Sky-Experte Nico Rosberg verglich Antonellis Leistung mit einer Aufholjagd von Michael Schumacher. Mercedes-Teamchef Toto Wolff bezeichnete das Geschehen in Monza als einen der größten Momente in der Geschichte des Teams.
Nach 13 von 23 geplanten Rennen führt Antonelli die Fahrer-WM mit 267 Punkten an. Sein Vorsprung auf Russell beträgt 66 Zähler. Wolff warnte jedoch vor zu großer Euphorie. Es stünden noch acht oder neun Rennen aus, zudem könne es in der Formel 1 jederzeit zu Unfällen oder Ausfällen kommen.
Antonelli könnte in dieser Saison außerdem einen Altersrekord aufstellen. Sollte er den WM-Titel gewinnen, wäre er mit 20 Jahren der jüngste Weltmeister der Formel-1-Geschichte. Den bisherigen Rekord hält Sebastian Vettel, der 2010 im Alter von 23 Jahren, vier Monaten und elf Tagen Weltmeister wurde.