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September 6, 2026
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Von der Leyen besucht Grönland und stärkt EU-Partnerschaft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ist zu einem zweitägigen Besuch in Grönland eingetroffen. Mit ihrer Reise will die Europäische Union die Zusammenarbeit mit der rohstoffreichen Arktisinsel festigen. Für Montag ist die Unterzeichnung einer neuen EU-Grönland-Erklärung geplant. Außerdem werden Investitionszusagen in dreistelliger Millionenhöhe erwartet.

Von der Leyen wurde am Flughafen von Nuuk vom grönländischen Ministerpräsidenten Jens-Frederik Nielsen und der dänischen Regierungschefin Mette Frederiksen empfangen. Zum Auftakt des Besuchs brachen die drei zu einer Bootstour durch die arktische Landschaft auf.

Die EU-Kommissionspräsidentin erklärte zur Ankunft, es gehe darum, eine einzigartige Partnerschaft weiter zu stärken. In einem Beitrag in sozialen Netzwerken schrieb sie: „Wir sind Familie.“ Die Aussage bezog sie auf die Beziehungen zwischen der EU, Dänemark und Grönland.

Nielsen bezeichnete den Besuch bei einem kurzen gemeinsamen Pressetermin als Zeichen einer sehr engen Freundschaft und einer guten Partnerschaft. Darauf könne man weiter aufbauen, sagte der grönländische Regierungschef.

Politisch ist die Reise vor allem wegen der Ansprüche der Vereinigten Staaten auf Grönland brisant. US-Präsident Donald Trump hat wiederholt erklärt, die Kontrolle über die Insel anzustreben. Dabei verweist er auf Sicherheitsinteressen und argumentiert, Dänemark könne Grönland nicht ausreichend vor Russland und China schützen.

Auch die Rohstoffvorkommen machen das Gebiet für die USA interessant. Grönland hat knapp 57.000 Einwohner und gehört zum Königreich Dänemark. Die Insel ist weitgehend autonom, aber kein Mitglied der Europäischen Union.

Trump erneuerte seine Kontrollansprüche zuletzt im Juli. Er stellte sie zudem in Zusammenhang mit der laufenden Überprüfung der US-Truppenpräsenz in Europa. Demnach könnten die Vereinigten Staaten ihren Beitrag zur Abschreckung Russlands verringern, falls keine Vereinbarung über die Zukunft Grönlands zustande komme.

Zuletzt war offen, ob Trump sich weiterhin an eine im Januar von Nato-Generalsekretär Mark Rutte vermittelte Absprache gebunden sieht. Sie sah vor, die Sicherheit in der Arktis durch gemeinsames Handeln der dortigen Nato-Verbündeten zu gewährleisten. Nach Angaben aus Nato-Kreisen könnten die USA außerdem ihre Militärpräsenz auf Grönland ausweiten und möglicherweise ein Mitentscheidungsrecht bei bestimmten Investitionen erhalten.

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