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September 6, 2026
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US-Unterhändler drängen Moskau und Kyjiw zu Kompromissen

Die US-Gesandten Steve Witkoff und Jared Kushner haben Russland und die Ukraine zu Kompromissen aufgerufen, um den russischen Angriffskrieg zu beenden. Nach Gesprächen in Moskau und Kyjiw zeigte sich Witkoff vorsichtig zuversichtlich. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich dagegen zurückhaltender.

„Beide Parteien müssen Kompromisse eingehen und die Meinungsverschiedenheiten abbauen“, sagte Witkoff nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP bei einer Pressekonferenz in Kyjiw. Die USA strebten eine diplomatische und keine militärische Lösung des Konflikts an. Zugleich erklärte Witkoff, man verfüge über die notwendigen Elemente, um eine Einigung zu erreichen.

Kushner, der Schwiegersohn von US-Präsident Trump, sprach sich für eine Rückkehr zu einem trilateralen Gesprächsformat mit Russland, der Ukraine und den USA aus. Washington arbeite an einem „Friedenspaket“, sagte er nach Angaben der ukrainischen Agentur Unian. Künftige Vereinbarungen müssten demnach die Möglichkeit eines weiteren Krieges ausschließen.

Nach Kushners Angaben soll die Ukraine außerdem die Möglichkeit erhalten, den während der Kriegsjahre bewiesenen Einfallsreichtum für die weitere Entwicklung des Landes zu nutzen. Weitere Einzelheiten zu dem geplanten Paket wurden in dem Bericht nicht genannt.

Selenskyj bewertete die Aussichten auf ein baldiges Kriegsende deutlich skeptischer. „Sollte sich der Krieg bis zum Winter ziehen, und danach sieht es aktuell aus, brauchen wir ein Winterpaket“, sagte der ukrainische Präsident nach Angaben ukrainischer Medien. Demnach soll es bald ein Treffen zwischen der Ukraine, Europa und den USA geben.

Mit Blick auf den Besuch der beiden US-Vertreter machte Selenskyj einen Scherz. Ihre Anwesenheit habe „besser funktioniert als die Patriot-Flugabwehrsysteme“, sagte er.

Witkoff und Kushner waren am Sonntag mit Selenskyj in Kyjiw zusammengekommen. Einen Tag zuvor hatten sie in Moskau mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin über Möglichkeiten zur Beendigung des Krieges gesprochen, der laut dem Bericht seit mehr als viereinhalb Jahren andauert.

Der hochrangige russische Regierungsvertreter Kirill Dmitrijew bezeichnete die Reise der US-Vertreter nach Moskau als „wichtigen Friedensbesuch“. Auch Witkoff äußerte sich danach positiv und sagte gegenüber Reuters, er habe nach den Gesprächen ein „gutes Gefühl“.

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