Heute: September 8, 2026

RB Leipzig hat am zweiten Bundesliga-Spieltag seine erste Niederlage kassiert. Beim 1:3 in Bremen blieb die Mannschaft über weite Strecken deutlich unter ihren Möglichkeiten und war dem Gastgeber in vielen Bereichen unterlegen.

Statt Jubel vor der Fankurve gab es nach dem Abpfiff Pfiffe von den mitgereisten Leipziger Anhängern. Sport-Boss Marcel Schäfer bezeichnete die Leistung als „einen richtigen Denkzettel“. Die Mannschaft dürfe das Spiel trotz der deutlichen Niederlage nicht einfach abhaken, erklärte Schäfer. Er erwarte eine „deutlich andere Leistung“.

Bremen ging bereits in der vierten Minute durch Dinkci in Führung. Dem Leipziger Bakayoko unterlief zuvor an der Seitenlinie ein unnötiger Ballverlust. Das 2:0 fiel in der 68. Minute: Füllkrug wurde bei einer Ecke nicht ausreichend gedeckt und köpfte aus rund zwölf Metern ein. In der 80. Minute erhöhte Grüll auf 3:0, nachdem Baku einen Schuss in die Mitte abgewehrt hatte. Leipzigs Treffer zum 1:3 in der sechsten Minute der Nachspielzeit änderte nichts mehr am Ausgang der Partie.

Trainer Martín Demichelis steht damit vor einer ersten großen Herausforderung. Das von ihm geforderte Pressing griff in Bremen noch nicht wie gewünscht. Die Defensive wirkte wiederholt unsortiert, Bremen kam auf acht Großchancen. Im Mittelfeld fehlten nach Darstellung des Berichts Kreativität und Vorwärtsdrang. Im Angriff blieb Christopher Nkunku weitgehend ohne Wirkung.

Auch Schäfer sah Probleme in der Offensive. Die Besetzung des gegnerischen Strafraums sei nicht gut genug gewesen, gegen einen tief stehenden Gegner habe Leipzig zu wenige Lösungen gefunden.

Demichelis musste in Bremen auf sechs potenzielle Stammspieler verzichten: Brajan Gruda, Roco Reitz, Castello Lukeba, Christoph Baumgartner, Assan Ouédraogo und Romulo fehlten. Gruda und Lukeba sollen zeitnah zurückkehren. Als Erklärung für die schwache Vorstellung wollte der Klub die lange Ausfallliste jedoch nicht gelten lassen.

Auch bei Einsatz und Zweikampfverhalten blieb Leipzig hinter den eigenen Ansprüchen zurück. Die Mannschaft lief fast zehn Kilometer weniger als Bremen und gewann lediglich 42 Prozent der Zweikämpfe. Zur Pause lag dieser Wert sogar bei 30 Prozent.

Viel Zeit zur Aufarbeitung bleibt nicht. Bereits am Donnerstag steht für Leipzig das Champions-League-Spiel beim italienischen Klub Como an. Como ist nach drei Ligaspielen ungeschlagen.

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