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September 5, 2026
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Bericht: Rund 50 Mitarbeiter des US-Generalstabs mussten zum Lügendetektortest

Im August sollen rund 50 Mitarbeiter des sogenannten Joint Staff der US-Streitkräfte Lügendetektortests absolviert haben. Das berichtet die „New York Times“ unter Berufung auf informierte Kreise. Betroffen gewesen seien sowohl Offiziere als auch zivile Beschäftigte.

Hintergrund der ungewöhnlichen Maßnahme sollen interne Informationen zum Krieg gegen den Iran sein, die an Medien weitergegeben wurden. In mehreren Berichten war demnach von einem Mangel an bestimmter, für die USA wichtiger Munition die Rede. Auch die „New York Times“ hatte darüber berichtet.

Der Joint Staff ist der Planungs- und Beratungsstab der höchsten militärischen Führungsebene der Vereinigten Staaten. Nach Angaben der Zeitung arbeiten dort etwa 1500 bis 2000 Menschen.

Die „New York Times“ bezeichnete den Einsatz der Polygrafen als außergewöhnlichen Schritt mit beispiellosem Umfang. Die Maßnahme könne dem Bericht zufolge nicht nur dazu dienen, mögliche Informanten zu identifizieren. Sie könne auch andere Mitarbeiter davon abhalten, künftig Informationen weiterzugeben.

Offiziell bestätigt sind die Art und das Ausmaß der Ermittlungen bislang nicht. Pentagon-Sprecher Sean Parnell erklärte gegenüber der „New York Times“, das Ministerium äußere sich nicht zu internen Personal- oder Ermittlungsangelegenheiten. Zugleich betonte er, die Weitergabe geheimer Informationen zur nationalen Sicherheit werde äußerst ernst genommen. Der Schutz solcher Informationen sei entscheidend für die Sicherheit der Vereinigten Staaten und der weltweit stationierten US-Truppen.

Auch CBS News berichtete über den Einsatz von Lügendetektoren und berief sich dabei auf nicht namentlich genannte Insider. Polygrafentests seien für hochrangige Militär- und Zivilbeamte zwar häufig Teil des Routinebetriebs. Eine derart große Zahl von getesteten Personen sei in diesem Zusammenhang jedoch extrem selten.

Nach Informationen von CBS News wurden mehrere Dutzend Menschen überprüft, darunter auch Beamte des U.S. Central Command, des Zentralkommandos der Vereinigten Staaten. Die Fragen hätten sich auf verschiedene Angelegenheiten der nationalen Sicherheit bezogen. Zwei Quellen zufolge sei jedoch niemand bei Fragen zur Weitergabe von Informationen an Medien durch den Test gefallen.

Nach Angaben der „New York Times“ hatte Präsident Donald Trump Regierungsbeamte zu einer aggressiven Suche nach den Verantwortlichen für die Informationsweitergabe gedrängt. Die Berichte über mögliche Munitionsengpässe bezeichnete Trump als „zu 100 Prozent falsch“ und „hochverräterisch“.

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