Heute: September 8, 2026

Kompany sieht Schalke vor Bayern-Duell stärker als typischen Aufsteiger

Vor dem Bundesliga-Duell zwischen dem FC Bayern und dem FC Schalke 04 hat Bayern-Trainer Vincent Kompany die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem englischen Fußball hervorgehoben. Zugleich traut der 40-Jährige dem Aufsteiger aus Gelsenkirchen eine erfolgreiche Saison zu.

Schalke empfängt den FC Bayern am 5. September 2026 um 18.30 Uhr. Für die Mannschaft von Miron Muslić ist es das erste Heimspiel nach der Rückkehr in die Bundesliga. Gegen den Double-Sieger geht Schalke dennoch als klarer Außenseiter in die Partie.

Auf der Pressekonferenz wurde Kompany gefragt, wie er Schalke einschätze. Der Belgier verwies dabei auf seine Erfahrungen mit dem FC Burnley. Mit dem Klub war er in der Saison 2022/23 als englischer Zweitligameister in die Premier League aufgestiegen, in der folgenden Spielzeit aber wieder abgestiegen.

Den finanziellen Unterschied zwischen den Ligen bewertet Kompany als erheblich. Seiner Einschätzung nach ist der Sprung von der 2. Bundesliga in die Bundesliga leichter zu bewältigen als der Aufstieg von der englischen Championship in die Premier League. In Deutschland könne ein Verein die neue Herausforderung mit einigen Transfers auffangen. In England müssten Aufsteiger dagegen oft unmittelbar sehr viel Geld investieren.

„In England ist der Unterschied einfach hunderte Millionen groß“, sagte Kompany laut dem vorliegenden Bericht. Aufsteiger müssten dort teilweise 150 oder 200 Millionen Euro in einem Transferfenster ausgeben, um konkurrenzfähig zu sein.

Als Grund werden die deutlich höheren TV-Einnahmen in der Premier League genannt. Arsenal soll als englischer Meister rund 198,5 Millionen Pfund erhalten haben. Für den Tabellenletzten werden etwa 116 Millionen Pfund angegeben. Der Zweitliga-Aufsteiger Hull City soll dem Bericht zufolge ebenfalls rund 230 Millionen Euro bekommen haben.

Diese finanziellen Möglichkeiten spiegelten sich auch auf dem Transfermarkt wider. Manchester City gab dem Portal „Transfermarkt“ zufolge im Sommer rund 526 Millionen Euro aus. Die Aufsteiger Hull City, Ipswich Town und Coventry FC investierten dem Bericht zufolge jeweils dreistellige Millionenbeträge in neue Spieler.

In der Bundesliga waren die Ausgaben deutlich geringer. Bayer Leverkusen gab im Sommer 157 Millionen Euro für neue Spieler aus. Der FC Bayern lag mit 106,95 Millionen Euro auf Rang drei. Schalke investierte als Aufsteiger 2,65 Millionen Euro.

Trotz der begrenzteren Mittel sieht Kompany Schalke gut aufgestellt. Die Mannschaft wirke nicht wie ein typischer Aufsteiger und sei bereits stabil. Er glaube persönlich nicht, dass Schalke in dieser Saison zu große Probleme bekommen werde. Möglicherweise habe der Klub bald sogar höhere Ziele.

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