Preußen Münster hat beim 1:4 gegen Viktoria Köln einen enttäuschenden Auftritt hingelegt. Einer der wenigen Lichtblicke war Linksverteidiger Niklas Varelmann. Der 19-Jährige überzeugte bei seinem Debüt in der 3. Liga und soll auch im nächsten Spiel gegen den TSV Havelse in der Startelf stehen.
Varelmann zeigte im Kölner Sportpark Höhenberg nach Einschätzung von Trainer Thomas Wörle eine stabile Leistung. „Niklas hat stabil gespielt und seine Chance genutzt. Obwohl er einen gefährlichen Gegenspieler hatte“, sagte der Coach. Während viele seiner Mitspieler deutlich unter ihren Möglichkeiten blieben, erreichte der junge Verteidiger zumindest Normalform.
Wörle erwartet von Varelmann nun weitere Entwicklungsschritte. „Jetzt müssen aber auch bei ihm die nächsten Schritte folgen“, erklärte der Trainer. Der Münsteraner Nachwuchsspieler dürfte dennoch zunächst weiter auf der linken Seite zum Einsatz kommen.
Dass Varelmann überhaupt von Beginn an spielte, hängt auch mit der Kaderplanung zusammen. Preußen Münster konnte in der Wechselperiode keinen offensiv ausgerichteten Neuzugang mehr verpflichten. Als weitere Option war unter anderem Nick Bätzner im Gespräch, eine Verpflichtung des ehemaligen Paderborners war finanziell jedoch nicht möglich.
Stattdessen soll Charalambos „Babis“ Makridis wieder weiter vorne eingesetzt werden. Der 30-Jährige war ursprünglich ebenfalls für die linke Abwehrseite vorgesehen. Wörle begründete die Entscheidung schlicht: Makridis könne diese Position in der Offensive spielen.
Da Luca Bolay nach einem Außenbandanriss noch nicht einsatzbereit ist, fiel die Wahl auf Varelmann. Vollständig sicher ist sein Platz im Team aber nicht. Durch die spätere Verpflichtung von Romario Rösch gibt es bereits Konkurrenz im Kader. Rösch kam zuvor vom VfL Bochum.
Rösch und der ebenfalls kurzfristig verpflichtete Mittelfeldspieler Philipp Maier werden gegen Havelse zunächst voraussichtlich auf der Bank sitzen. Beide hatten bislang zu wenige Trainingseinheiten mit der Mannschaft absolviert.
Die Partie gegen den TSV Havelse findet am Samstag um 14 Uhr statt und wird bei Magenta übertragen. Der Heimbereich im LVM-Stadion ist mit mehr als 12.000 Zuschauern bereits ausverkauft. Die Preußen hoffen auf den ersten Heimsieg nach 309 sieglosen Liga-Tagen.
„Wir wollen eine Reaktion und unser wahres Gesicht zeigen“, kündigte Wörle nach der deutlichen Niederlage in Köln an. Zugleich verwies der Trainer darauf, dass die Mannschaft neu zusammengestellt worden sei und Rückschläge deshalb einkalkuliert gewesen seien. Entscheidend sei, daraus zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen.
Gegen Havelse muss Münster weiterhin auf Simon Scherder, Malik „Batman“ Batmaz, Marvin Schulz senior, Luca Bolay, Oscar Vilhelmsson und Tim Dietrich verzichten. Montell Ndikom fehlte wegen einer Erkrankung die gesamte Woche und steht deshalb ebenfalls nicht im Kader. Bei Joshua Mees besteht nach einer auskurierten Adduktorenzerrung dagegen noch Hoffnung auf eine Rückkehr in den Kader.