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September 4, 2026
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Drohnenangriff auf SBU-Zentrale in Kyjiw fordert fünf Verletzte

Eine russische Drohne hat am 4. September 2026 das Hauptquartier des ukrainischen Geheimdienstes SBU im Zentrum von Kyjiw getroffen. Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj galt der Angriff dem Büro des SBU-Chefs.

Über dem historischen Stadtteil nahe der Sophienkathedrale stieg dichter schwarzer Rauch auf. Zahlreiche Rettungswagen und Einsatzkräfte waren vor Ort, die Straße am Gebäude wurde abgesperrt.

Der Kyjiwer Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass mindestens fünf Menschen verletzt worden seien. Nach Angaben aus der Ukraine wurde außerdem eine gegenüberliegende Bäckerei zerstört. Auf einem von der Zeitung „Ukrainska Prawda“ veröffentlichten Foto war Rauch zu sehen, der aus mehreren Fenstern des SBU-Gebäudes drang.

Selenskyj erklärte, er habe nach dem Angriff die Vorbereitung einer angemessenen und spürbaren Antwort angeordnet. Diese solle dem russischen Angriff möglichst entsprechen.

Der Drohnenangriff ereignete sich am helllichten Tag. Kyjiw steht nach den Angaben seit zehn Tagen unter ununterbrochenem russischem Drohnenbeschuss. Erst am Mittwoch war eine Universität im Stadtzentrum getroffen worden. Dabei wurden mindestens sieben Menschen verletzt.

Beschädigungen von Regierungsgebäuden sind bei russischen Angriffen in dem seit mehr als viereinhalb Jahren andauernden Krieg vergleichsweise selten.

Der ukrainische Geheimdienst SBU spielt eine zentrale Rolle im Abwehrkampf gegen Russland. Ihm werden wiederholt Operationen tief im russischen Hinterland zugeschrieben. Diese sollen sich gegen die russische Militärmaschinerie und Energieinfrastruktur richten.

Zu den bekanntesten Aktionen zählt die Sprengung der Brücke zur von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim im Jahr 2022. Nach ukrainischen Angaben war der SBU zudem für den großangelegten Drohnenangriff unter dem Codenamen „Spinnennetz“ im Jahr 2025 verantwortlich, bei dem strategische russische Bomber angegriffen wurden.

Dem Geheimdienst wird außerdem eine Schlüsselrolle bei verdeckten Tötungen hochrangiger russischer Militärangehöriger zugeschrieben. Die Ukraine wirft diesen Kriegsverbrechen vor. Russland bezeichnet solche Tötungen als Terroranschläge.

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