Gloria Steinem ist tot. Ein Nachruf würdigt die US-Amerikanerin als eine der bekanntesten Vertreterinnen des Feminismus und als Frau, die sich konsequent für ihre Überzeugungen einsetzte.
Steinem habe sich nicht früh als Feministin verstanden, sei aber schon als junge Frau ungewöhnliche Wege gegangen. Der Text beschreibt sie als Revolutionärin, lange bevor sie zu einer wichtigen Stimme der Frauenbewegung wurde.
Ein Beispiel dafür ist eine Reise, die Steinem in den Fünfzigerjahren nach Indien unternahm. Sie reiste allein und fuhr in einem Zugwaggon dritter Klasse von der Südspitze des Landes bis nach Kalkutta. Der Nachruf wertet diese Erfahrung als eine Möglichkeit, die Angst vor unkonventionellen Entscheidungen abzulegen.
Steinem wird darin als rastlose Persönlichkeit beschrieben. Sesshaftigkeit habe nicht zu ihr gepasst. Wenn sie sich jedoch einem Thema gewidmet habe, habe sie es nicht mehr losgelassen.
Der Beitrag zeichnet so das Bild einer Aktivistin, die schon früh bereit war, gesellschaftliche Erwartungen infrage zu stellen. Ihre Bedeutung wird dabei vor allem aus ihrer Haltung und ihrem langfristigen Engagement für Frauen erklärt.
Der Nachruf trägt den Titel „Eine Frontfrau für alle Frauen“ und stammt von Susan Vahabzadeh. Er wurde am 3. September 2026 veröffentlicht.