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US-Whistleblowerin Allison Guerriero tot: Fragen zu McGonigal-Skandal bleiben offen

Die US-Whistleblowerin Allison Guerriero ist in ihrem Haus im US-Bundesstaat Florida tot aufgefunden worden. Zu den Umständen ihres Todes hat die Polizei bislang keine Details veröffentlicht. Ihr Tod wirft zugleich neue Fragen im Fall des früheren FBI-Spitzenbeamten Charles McGonigal auf.

Guerriero hatte nach dem Ende ihrer Beziehung zu McGonigal die Behörden informiert. Damit setzte sie Ermittlungen gegen den damaligen Chef der FBI-Gegenspionage in New York in Gang. Nach Angaben des US-Magazins „Newsweek“ war Guerriero als Sicherheitsforscherin tätig.

Der Fall begann demnach im Jahr 2017. Guerriero war damals mit McGonigal liiert. Sie wurde misstrauisch, weil sie den FBI-Beamten wiederholt mit großen Bargeldsummen sah und seine Auslandskontakte als auffällig wahrnahm.

Die späteren Ermittlungen führten zu dem Ergebnis, dass McGonigal über Jahre heimlich für den russischen Oligarchen Oleg Deripaska gearbeitet haben soll. Deripaska steht auf einer US-Sanktionsliste. Besonders brisant war, dass McGonigal zuvor als FBI-Spitzenbeamter selbst Ermittlungen gegen russische Oligarchen beaufsichtigt hatte.

Vor Gericht bekannte sich der frühere Top-Agent schuldig. Seit 2023 sitzt er wegen Verschwörung zur Geldwäsche sowie wegen einer Verschwörung zur Umgehung oder Verletzung von US-Sanktionen gegen Russland im Gefängnis.

Der Richter im Verfahren würdigte Guerrieros Beitrag zur amerikanischen Spionageabwehr als außergewöhnlich. Sie selbst bezweifelte jedoch zunehmend, dass der gesamte Skandal aufgeklärt worden war. Noch wenige Stunden vor ihrem Tod schrieb sie auf der Plattform X, dass es im Fall McGonigal weitere Beteiligte geben könnte. Dabei verwies sie auf Namen, die im Zusammenhang mit dem Fall bislang kaum bekannt seien.

Zuletzt arbeitete Guerriero für den früheren Trump-Berater Roger Stone. Ihre Familie erklärte in einem Nachruf, sie habe ihre Aufgabe im Sicherheitsbereich gefunden und sich leidenschaftlich gegen Kriminalität und Machtmissbrauch eingesetzt.

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