Ismael Saibari hat in einem Interview über seine enge Freundschaft mit Abdelhak Nouri, seine Rückennummer beim FC Bayern und seinen Wunschwechsel nach München gesprochen. Das Gespräch erschien im Vereinsmagazin „51“.
Besonders emotional äußerte sich der 25 Jahre alte Bayern-Neuzugang über Nouri. „Was Abdelhak zugestoßen ist, zerreißt mir einfach das Herz“, sagte Saibari. Die beiden verbindet seit mehreren Jahren eine enge Freundschaft. Saibari besucht den ehemaligen Mittelfeldspieler von Ajax Amsterdam regelmäßig.
Nouri erlitt im Sommer 2017 während eines Testspiels gegen Werder Bremen einen Herzstillstand. Er wurde reanimiert und anschließend mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik gebracht. Wenige Tage später wurde bekannt, dass er schwere und bleibende Hirnschäden davongetragen hatte. Nouri ist weiterhin auf intensive Pflege angewiesen.
Saibari erklärte, er habe viel mit seiner Mutter über die Besuche gesprochen. Das Besuchen kranker Menschen sei auch Teil seiner Religion, des Islam. Bei seinen Besuchen hätten er und Nouri „immer eine tolle Zeit“.
Nouri kann nach Angaben Saibaris nicht sprechen und kommuniziert mit seinen Augenbrauen. Dennoch habe er deutlich erkennen können, wie glücklich Nouri über den Wechsel zum FC Bayern gewesen sei. Bei der Wahl seiner Rückennummer habe Saibari deshalb seinen Freund einbezogen. Nouri entschied sich für die 34 – jene Nummer, die er selbst bei Ajax getragen hatte.
Saibari blieb bei dieser Rückennummer und trug sie zuvor bereits seit 2023 bei seinem früheren Klub PSV Eindhoven. „Es ist ein schöner Gedanke für mich, dass diese Freude vielleicht dazu beiträgt, seinen Zustand zu verbessern“, sagte der Offensivspieler.
Die Verbindung zwischen den Familien entstand laut Saibari über seinen Agenten Ali Dursun, der mit Nouris Bruder zusammenarbeitet. Die Beziehung sei mit der Zeit enger geworden. Die Familien würden sogar gemeinsam in den Urlaub fahren.
Auch über seinen Wechsel nach München sprach Saibari im Vereinsmagazin. Während des Champions-League-Halbfinales zwischen Bayern und Paris Saint-Germain habe ihn sein Agent gefragt, für welchen der beiden Klubs er sich entscheiden würde, wenn beide ihn verpflichten wollten. Saibari habe sofort Bayern genannt. Dass er nun tatsächlich das Trikot des deutschen Rekordmeisters trage, mache ihn sehr stolz.
Bei seinem Bundesliga-Debüt gegen den VfB Stuttgart kam Saibari als Einwechselspieler zum Einsatz. Beim 5:1-Erfolg bereitete er zwei Treffer vor.