Mit dem Ende der Sommerferien in Bayern und Baden-Württemberg steht an diesem Wochenende eine besonders starke Rückreisewelle bevor. Der Auto Club Europa (ACE) erwartet auf wichtigen Fernstraßen in Süddeutschland in Richtung Norden und Nordwesten viel Verkehr und teils erhebliche Behinderungen.
Der ACE spricht von der „letzten großen Rückreisewelle des Sommers“. Auch in einigen Regionen Österreichs enden die Ferien. Dadurch dürften neben den süddeutschen Autobahnen auch Strecken aus Frankreich sowie Verbindungen von den Küsten in Richtung Süden stärker belastet sein.
Nach Einschätzung des ADAC bleibt außerdem der Verkehr in Richtung Alpen, Seen, Küsten und Mittelgebirge erhöht. Autofahrer müssen sich zusätzlich auf Verzögerungen durch rund tausend Baustellen und geplante Vollsperrungen einstellen.
Besonders betroffen ist unter anderem die Autobahn 7. Zwischen Hamburg-Stellingen und Hamburg-Heimfeld wird sie einschließlich des Elbtunnels in beiden Fahrtrichtungen gesperrt. Die Sperrung beginnt am Freitag, 11. September, um 22 Uhr und soll bis Montag, 14. September, um 5 Uhr dauern.
Um Ausweichverkehr bei Staus zu begrenzen, haben mehrere bayerische Landkreise entlang der Autobahnen A7, A8 und A93 sowie der Bundesstraßen B2 und B23 Durchfahrtsverbote für den Transitverkehr verhängt.
Der ACE empfiehlt, nach Möglichkeit auf ruhigere Alternativstrecken auszuweichen oder die Fahrt auf einen anderen Tag zu verschieben. Für flexible Reisende gelten Dienstag und Mittwoch als geeigneter. Auch dann sollten die üblichen Zeiten des Berufsverkehrs vermieden werden.
Wer am Wochenende unterwegs sein muss, sollte möglichst früh am Morgen starten oder eine Nachtfahrt erwägen. Eine Entspannung der Lage ist dennoch nicht ausgeschlossen: In Nordrhein-Westfalen, wo die Schule bereits wieder begonnen hat, wurden während der Sommerferien 22 Prozent weniger Staus registriert. Als möglichen Grund nannte der ADAC die hohen Spritpreise.