Der FC Schalke 04 kann sich eine spätere Zusammenarbeit mit Manuel Neuer vorstellen. Eine Rückkehr des 40 Jahre alten Torhüters als Spieler ist dabei nicht gemeint, sondern ein möglicher Job nach dessen Karriere.
Neuer war beim 0:0 des FC Bayern beim FC Schalke erneut bei nahezu jedem Ballkontakt ausgepfiffen worden. Seit seinem Wechsel von Schalke zum damaligen Konkurrenten Bayern München vor 15 Jahren begegnen ihm die königsblauen Anhänger mit großer Ablehnung.
Viele Schalke-Fans haben dem gebürtigen Gelsenkirchener den Wechsel bis heute nicht verziehen. Nach ihrer Sicht entschied sich Neuer für Geld und Titel und damit gegen seine Herkunft. Die Verantwortlichen des Vereins bewerten seine Geschichte jedoch differenzierter.
Sportvorstand Frank Baumann bezeichnete Neuer gegenüber BILD als verdienten Spieler, der mit Deutschland Weltmeister geworden sei und eine außergewöhnliche Karriere hingelegt habe. Zu den Pfiffen sagte Baumann: „Dass Manuel ein Schalker Herz hat, das hat er immer wieder betont. Deshalb finde ich es grundsätzlich schon schade. Da hätte ich mir schon etwas anderes gewünscht.“
Aufsichtsratschef Axel Hefer betonte ebenfalls, Schalke könne stolz auf Neuers Karriere sein. Sein Abgang sei zwar kontrovers gewesen, zugleich könne jeder Mensch Fehler machen, gerade in jungen Jahren. „Das ist dann irgendwann auch mal gut“, sagte Hefer in einem BILD-Interview.
Hefer ließ offen, ob Neuer nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn in seiner alten oder seiner neuen Heimat tätig werden möchte. Das müsse der Torhüter selbst entscheiden. Damit schloss der Aufsichtsratschef eine Rückkehr in irgendeiner Funktion nach Gelsenkirchen nicht aus.
Auch Baumann erklärte, einen späteren Job für Neuer nicht grundsätzlich abzulehnen. Einen Austausch in diese Richtung habe es bislang noch nicht gegeben. „Ausschließen würde ich es definitiv nicht“, sagte der Sportvorstand.
Auf die Frage, ob Schalke Neuer eine Aufgabe anbieten werde, antwortete Baumann in der BILD-Rubrik „Stimmt oder Stuss?“ mit „Stimmt“. Ehemalige Spieler einzubinden, sei wegen ihrer Qualifikation und Leidenschaft grundsätzlich interessant. Zugleich wisse er, dass es nicht leicht werde, dafür eine passende Lösung zu finden.