Heute: September 8, 2026

Hamann kritisiert Bayern-Neuzugang Saibari: „Wie ein schlechter Kane“

Didi Hamann hat den neuen Bayern-Spieler Ismael Saibari scharf kritisiert. Im Fußball-Talk „Sky90“ bewertete der ehemalige Nationalspieler den Kader des Double-Siegers und äußerte Zweifel daran, dass der deutsche Rekordmeister durch seine Neuzugänge besser aufgestellt ist als in der vergangenen Saison.

Über Saibari sagte Hamann: „Ein Saibari ist ein wunderbarer Fußballer, aber er ist zu langsam. Der ist ja nicht schnell, er ist wie ein schlechter Kane.“ Diese Einschätzung stammt von Hamann und bezog sich auf die Einsatzmöglichkeiten des 25 Jahre alten Marokkaners.

Saibari war nach einer starken Weltmeisterschaft für rund 50 Millionen Euro von der PSV Eindhoven nach München gewechselt. Beim FC Bayern besitzt er einen Vertrag bis zum Sommer 2031. Hamann sieht seine beste Position hinter Mittelstürmer Harry Kane. Auf den Außenbahnen sei der Neuzugang aus seiner Sicht zu langsam. Dort sei Serge Gnabry eine Klasse besser, erklärte der ehemalige Liverpool-Profi.

Insgesamt hält Hamann den Bayern-Kader trotz der Verpflichtungen von Saibari und Nathaniel Brown nicht für stärker als im Vorjahr. Brown kam von Eintracht Frankfurt und kostete 50 Millionen Euro plus mögliche Bonuszahlungen in Höhe von fünf Millionen Euro.

Hamann verwies außerdem auf mehrere Abgänge und offene Personalfragen. Guerreiro, Goretzka und Jackson hätten den Klub verlassen. Zusammen seien damit mehr als 100 Einsätze und nach seiner Einschätzung mehr als 25 Tore weggefallen. Besonders das Tempo von Jackson fehle der Mannschaft.

Auch bei Alphonso Davies sei intern unklar, ob er zurückkehre. Bei Jamal Musiala gebe es aus anderen Gründen ebenfalls ein Fragezeichen. Deshalb widerspricht Hamann der Einschätzung, Bayern sei im Vergleich zur Vorsaison besser besetzt.

Saibari konnte bei seinem ersten Bundesliga-Einsatz dennoch Akzente setzen. Beim 5:1 gegen Stuttgart wurde er eingewechselt und bereitete zunächst den Treffer von Aleksandar Pavlovic vor. In der Nachspielzeit legte er außerdem für Luis Díaz auf, der zum Endstand traf.

Beim anschließenden 0:0 auf Schalke blieb Saibari wie viele Münchner Offensivspieler dagegen weitgehend unauffällig und kam nur zu wenigen Aktionen im Angriff.

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