Die AfD hat die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt mit deutlichem Vorsprung gewonnen, kann das Bundesland aber nicht allein regieren. Nach Angaben der Landeswahlleitung erreichte die Partei 43,8 Prozent der Stimmen und kommt künftig auf 39 der 83 Sitze im Landtag in Magdeburg.
Damit konnte die AfD ihr Ergebnis der vorangegangenen Wahl mehr als verdoppeln. Für die absolute Mehrheit reicht das Resultat jedoch nicht. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund sprach von einem klaren Regierungsauftrag. Eine Zusammenarbeit sei aus seiner Sicht nur mit Parteien möglich, die einen deutlichen politischen Wandel unterstützten.
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze fiel auf 17,2 Prozent und verlor damit fast 20 Prozentpunkte. SPD, Grüne und Linke erzielten jeweils ungefähr neun Prozent. Auch das Bündnis Sahra Wagenknecht zog nach einem knappen Überschreiten der Fünf-Prozent-Hürde in den neuen Landtag ein.
Weitere Themen des Nachrichtenüberblicks sind die Beziehungen der Europäischen Union zu Grönland, die Bemühungen der USA um neue Gespräche zwischen Russland und der Ukraine sowie die israelische Siedlungspolitik im Westjordanland. Der Überblick stammt aus einer Zusammenstellung der Deutschen Welle.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen besuchte Grönland. Die Europäische Union will ihre Zusammenarbeit mit der weitgehend autonomen Insel trotz der Interessen von US-Präsident Donald Trump ausbauen. Bei dem Besuch in Nuuk sollte eine entsprechende Erklärung unterzeichnet werden. Zudem stellte die EU hohe Investitionen in Aussicht. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist jedoch nicht Teil der Europäischen Union.
Nach Gesprächen der US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner in Russland und der Ukraine blieb offen, welche Vorschläge für eine Friedenslösung vorgelegt wurden. Unklar war außerdem, ob direkte Verhandlungen zwischen Moskau und Kyjiw unter US-Vermittlung wieder aufgenommen werden. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bezeichnete die Gespräche als inhaltsvoll, verwies zugleich aber auf wenige konkrete Ergebnisse.
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete laut Bestätigung seines Finanzministers Bezalel Smotrich die Räumung nicht genehmigter Siedler-Außenposten im Westjordanland an. Israelischen Medien zufolge geschah dies auf Druck der USA. Washington verlangt demnach ein härteres Vorgehen gegen Siedler, die gewaltsam gegen Palästinenser vorgehen.
Die frühere Bundesentwicklungsministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul kritisierte geplante Kürzungen bei Entwicklungszusammenarbeit und humanitärer Hilfe. Der Etat des Entwicklungsministeriums soll laut Haushaltsentwurf für 2027 auf rund 9,5 Milliarden Euro sinken.
Unterdessen könnten nach einem Hackerangriff auf Berliner Senatsverwaltungen auch sensible Daten veröffentlicht worden sein. Im Darknet wurden nach Ablauf einer Lösegeldfrist Hunderttausende Dateien veröffentlicht. Die Angreifer hatten Bitcoin im Wert von zwei Millionen Euro gefordert. Der Berliner Senat erklärte, sich nicht erpressen zu lassen.