Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellt auch den Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) vor eine besondere Situation. Der Sender berichtet über den Wahlabend und ist zugleich unmittelbar vom möglichen Ausgang der Abstimmung betroffen.
Nach Angaben des vorliegenden Berichts rechnet der MDR mit zwei Szenarien. Sollte die AfD die absolute Mehrheit erreichen, könnte sie künftig Regierungsverantwortung übernehmen. Die Partei hat angekündigt, die Rundfunkstaatsverträge zu kündigen. Für den MDR hätte ein solcher Schritt weitreichende Folgen für seine Organisation und Finanzierung.
Auf die möglichen Konsequenzen eines AfD-Erfolgs hat der Sender zuletzt mit ungewöhnlichen Sendesignalen hingewiesen. Dazu gehörten Unterbrechungen des Programms, ein schwarzer Bildschirm sowie Stille im Hörfunk.
Der MDR wurde gemeinsam von Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen gegründet. Bei dieser Wahl gilt er innerhalb der ARD als der maßgebliche Sender für die Region. Entsprechend groß ist die Aufmerksamkeit für seine Berichterstattung am Wahlabend.
Der Bericht beschreibt die Sendung unter anderem mit Blick auf den Havelberger Pferdemarkt, die Debatte über die sogenannte Brandmauer und ein offenes Mikrofon. Im Zentrum der medialen Aufmerksamkeit steht außerdem der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund.
Ob es zu einem Wahlsieg der AfD und damit zu einer Regierungsbeteiligung kommt, geht aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Fest steht nach dem Bericht, dass der MDR die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt besonders genau beobachtet, weil sie auch die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in Mitteldeutschland berühren könnte.