Heute: September 8, 2026

München führt ab 2027 gelbe Tonnen für Verpackungen ein

In München beginnt die Verteilung der neuen gelben Tonnen. Bis zum Jahresende sollen alle Haushalte mit den Behältern ausgestattet sein. Die ersten Leerungen sind für Januar 2027 vorgesehen.

Die gelbe Tonne ergänzt die bisherigen Behälter für Restmüll, Biomüll und Papier. In ihr werden recycelbare Verpackungen gesammelt. Dazu gehören unter anderem Dosen, Kunststoffverpackungen wie Joghurtbecher sowie Getränkeverpackungen aus Verbundstoffen, etwa Tetrapaks.

Papier und Glas dürfen nicht in die gelbe Tonne. Auch andere Gegenstände aus Kunststoff, beispielsweise Gießkannen oder Spielzeug, gehören nicht hinein. Sie müssen künftig zum Wertstoffhof gebracht werden.

Die Behälter werden in den Größen 120, 240, 770 und 1100 Liter bereitgestellt. Eine Abnahme ist im Unterschied zu den Tonnen des Abfallwirtschaftsbetriebs München nicht verpflichtend. Wer eine gelbe Tonne erhält, muss sie jedoch nicht selbst bestellen. Die beteiligten Unternehmen wenden sich direkt an die Bürgerinnen und Bürger.

Mit der Verteilung soll in den Außenbezirken begonnen werden. Anschließend folgen die dichter besiedelten Stadtteile im Zentrum. Für die Auslieferung sind zwei Unternehmen zuständig. Knettenbrech + Gurdulic übernimmt den Münchner Osten, die RMG Rohstoffmanagement GmbH den Westen der Stadt. Die Ausschreibung und die Bestellung liefen über Unternehmen des dualen Systems. Der Abfallwirtschaftsbetrieb München war an den Verhandlungen beteiligt.

Die gelben Tonnen sollen im Zwei-Wochen-Rhythmus geleert werden. Anders als bei den AWM-Behältern werden sie am Abholtag jedoch nicht von den Entsorgern vom Grundstück geholt und zurückgebracht. Die Bewohner müssen die Tonne selbst an den Straßenrand stellen und später wieder zurückholen. Wer das nicht leisten kann, soll die Abholung gegen eine Gebühr dazubuchen können.

Direkte Kosten entstehen den Bürgern durch die Einführung nach den vorliegenden Angaben nicht. Die Finanzierung erfolgt über einen Aufschlag auf die Einzelhandelspreise, der bereits in den Endpreisen enthalten ist. Preissteigerungen durch die neue Tonne werden daher nicht erwartet.

Mit der Einführung werden die Kunststoff- und Dosencontainer an den Wertstoffinseln abgeschafft. Dort sollen künftig nur noch Container für Glas und Altkleider stehen. Die gelbe Tonne wurde zuvor in einem Pilotversuch mit anderen Wertstoffsystemen getestet. Nach Angaben aus dem Beitrag erwies sie sich dabei sowohl bei der Menge der gesammelten Stoffe als auch bei der richtigen Zuordnung als am effektivsten.

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