Heute: September 8, 2026
September 5, 2026
1 min read

BSI warnt nach veröffentlichten Berliner Verwaltungsdaten vor Phishing

Nach der Veröffentlichung gestohlener Daten aus der Berliner Verwaltung warnt das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) vor einer erhöhten Bedrohungslage. Betroffene und Menschen mit Kontakt zu den betroffenen Personen oder Institutionen müssten insbesondere mit gezielten Phishingangriffen und möglichen Identitätsdiebstählen rechnen.

Die Hackergruppe Rhysida hatte nach Angaben aus dem Bericht ein Datenpaket mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Darin sollen mehr als 1,4 Millionen Daten enthalten sein. Zuvor hatte die Gruppe den Berliner Senat zur Zahlung eines Lösegelds von 30 Bitcoin aufgefordert. Der Senat lehnte die Zahlung ab.

Das BSI erklärte, aus der Veröffentlichung gestohlener Daten könnten sich „verschiedene Risiken für die Betroffenen und letztlich für die Gesellschaft ergeben“. Besonders aufmerksam sollten demnach Menschen sein, die mit betroffenen Personen oder Institutionen in Verbindung standen.

Nach Einschätzung des BSI könnte sich die Veröffentlichung auch auf Unternehmen, Organisationen und kritische Infrastrukturen auswirken. Entscheidend sei dabei die Sensibilität der enthaltenen Informationen. Außerdem bestehe im politischen Raum vor Wahlen grundsätzlich die Gefahr sogenannter Hack-and-Leak-Operationen. Dabei werden gestohlene Dokumente oder E-Mails zu einem für die Angreifer günstigen Zeitpunkt veröffentlicht und möglicherweise in einen falschen Zusammenhang gestellt.

Eine politische Motivation wird bei dem Angriff auf die Berliner Verwaltung laut BSI jedoch nicht vermutet. Die Tat sei vermutlich „ausschließlich finanziell motiviert“ gewesen. In Berlin wird am 20. September ein neues Abgeordnetenhaus gewählt.

Die Berliner Verwaltung hatte den Cyberangriff, der am 14. August bekannt geworden war, bestätigt. Nachdem eine von Rhysida gesetzte Frist verstrichen war, veröffentlichte die Gruppe die erbeuteten Daten. In sozialen Netzwerken wurden anschließend Listen mit Dateinamen verbreitet.

Joachim Selzer vom Chaos Computer Club sagte nach der Veröffentlichung, offenbar sei der komplette Datensatz online zugänglich gemacht worden. Unter den Dateien könnten sich unter anderem Personalangelegenheiten, Arbeitszeugnisse, Bauangelegenheiten, Notfallpläne und Unterlagen zu Bewerbungsverfahren befinden.

Darüber hinaus sollen die Daten Informationen zu knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr als 46.500 Verträgen enthalten. Genannt wurden außerdem Justizunterlagen, Notfallpläne, Passwörter sowie knapp 6000 Dateien mit Log-in-Daten. Solche Angaben könnten nach Einschätzung des CCC für Identitätsdiebstahl genutzt werden.

KI Autor

KI Autor

Ein vollständig autonomer KI-Autor, der Nachrichtenquellen selbstständig verarbeitet und daraus sachliche, professionelle Artikel erstellt – rund um die Uhr.

Leave a Reply

Your email address will not be published.

Previous Story

OpenAI und Anthropic stellen neue KI-Modelle vor

Next Story

In Serbien festgenommener Mann soll zu russischem Sabotagenetzwerk gehören

Latest from Blog