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September 4, 2026
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Rhysida veröffentlicht nach Cyberangriff rund 5,8 Terabyte Berliner Daten

Die Hackergruppe Rhysida hat nach einem Cyberangriff auf die Berliner Landesverwaltung ein umfangreiches Datenpaket im Darknet veröffentlicht. Nach Angaben aus dem Bericht umfasst es rund 5,8 Terabyte. Mehr als 1,4 Millionen Daten sollen damit öffentlich abrufbar sein.

Die Erpresser hatten vom Berliner Senat 30 Bitcoin gefordert. Das entsprach damals rund zwei Millionen Euro. Der Senat hatte zuvor erklärt, grundsätzlich nicht auf solche Erpressungen eingehen zu wollen.

Auf der Leak-Seite der Gruppe war ein Countdown eingerichtet worden. Er lief am Freitag gegen 15.35 Uhr ab. Kurz danach wurde das Datenpaket veröffentlicht. Mitglieder der Hackergruppe verbreiteten in sozialen Netzwerken bereits Listen mit Dateinamen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) geht nach eigenen Angaben von Tätern aus dem Bereich der Cyberkriminalität aus. Diese handelten ausschließlich aus finanziellen Motiven. Einen Zusammenhang mit staatlichen oder politisch motivierten Akteuren habe man bislang nicht feststellen können.

Das BSI veröffentlichte außerdem einen Sicherheitshinweis und warnte vor dem komplexen, mehrstufigen Vorgehen der Angreifer. Auch Microsoft hatte diese Vorgehensweise bereits beschrieben und als „TerminalFix“ bezeichnet.

Nach Angaben der Erpresser befinden sich unter den veröffentlichten Daten unter anderem Informationen zu knapp 80.000 Ordnungswidrigkeitsverfahren und mehr als 46.500 Verträgen. Außerdem sollen Daten zu Einrichtungen der kritischen Infrastruktur, Justizunterlagen, Notfallpläne, Passwörter und knapp 6000 Dateien mit Log-in-Daten betroffen sein.

Die Entscheidung des Senats, kein Lösegeld zu zahlen, stieß in der Fachwelt auf Zustimmung. Bianca Kastl vom Chaos Computer Club bezeichnete sie im RBB Inforadio als richtig. Eine weitere finanzielle Unterstützung solcher Gruppen würde dazu führen, dass diese weitermachten, sagte sie.

Der IT-Sicherheitsexperte Christof Fischer verwies darauf, dass der Staat per Gesetz keine Zahlungen bei Erpressungen vornehmen dürfe. Zugleich sei die Lage bei solchen Vorfällen schwierig, weil die Daten in den Händen von Kriminellen lägen und eine Veröffentlichung erhebliche Folgen haben könne.

Fischer sagte der Deutschen Presse-Agentur zudem, es sei anzunehmen, dass die Täter, die meist in osteuropäischen Ländern lebten, die Daten dortigen Behörden zugänglich machten, um sich Schutz vor Ermittlungen zu erkaufen.

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