Vivian Wilson, die 22-jährige Tochter von Elon Musk, ist das Gesicht der Herbstkampagne 2026 des spanischen Modelabels Desigual. In den Werbespots setzt sich Wilson kritisch mit Künstlicher Intelligenz und Robotern auseinander.
Die Kampagne zeigt sie in verschiedenen Situationen im Umgang mit Robotern. Unter anderem spielt sie mit einem Roboter Golf, liegt mit ihm im Bett und versucht, ihn bei der Gartenarbeit einzusetzen. In einer Szene führt Wilson die Maschine wie einen Hund an der Leine. In einer anderen versucht sie, ihr das Sprechen beizubringen.
Die Roboter erweisen sich in den Werbebildern jedoch als nutzlos oder unbeweglich. In einer Szene schlägt ein Roboter den Kopf gegen eine Wand, nachdem Wilson ihn anschreit. Ein weiteres Motiv zeigt die Schauspielerin auf einem Sprungbrett, während im Wasser ein regloser Roboter zu sehen ist.
Zur Herbstkollektion gehört auch ein T-Shirt mit dem englischen Aufdruck „born to disobey“. Auf Deutsch bedeutet das „Geboren, um sich zu widersetzen“. Das Kleidungsstück ist nach den vorliegenden Angaben auch in Deutschland erhältlich und kostet etwa 25 Euro.
Desigual erklärte zur Kampagne: „Bei der größten Rebellion geht es nicht mehr darum, gegen das System zu kämpfen, sondern sich zu weigern, Teil davon zu sein.“ Als Antwort auf den Zwang zum Gehorsam nannte das Label außerdem „Haltung, Ironie und die Freiheit, man selbst zu sein“.
Wilson sagte in einem E-Mail-Interview mit dem US-Magazin „People“, sie habe sich auch wegen der kreativen Vorstellungen des Labels für die Zusammenarbeit entschieden. Ihr sei es wichtig gewesen, die Auswirkungen von KI auf die Modebranche zu thematisieren. Nach ihrer Einschätzung nimmt Künstliche Intelligenz talentierten Kreativen Arbeitsplätze weg und belastet zugleich die Umwelt.
„Kunst ist Emotion durch Ausdruck“, erklärte Wilson dem Bericht zufolge. Weil Emotionen zutiefst menschlich seien, entziehe KI der Kunst die zugrunde liegende Absicht und ersetze sie durch bereits bekannte Farben und Formen.
Die Kampagne trifft damit auf einen persönlichen Hintergrund: Elon Musk, der Vater von Vivian Wilson, hat ein eigenes KI-Unternehmen gegründet und sich wiederholt für den Einsatz von Robotern und Künstlicher Intelligenz ausgesprochen. Zwischen beiden besteht seit Jahren ein öffentlich ausgetragener Konflikt.
Wilson wurde 2004 als Xavier geboren und änderte später ihren Vornamen. 2022 beantragte sie vor Gericht außerdem die Änderung ihres Nachnamens. Sie erklärte damals, damit deutlich machen zu wollen, dass sie „in keiner Weise mit meinem biologischen Vater verwandt sein will“. Musk widersprach ihren Darstellungen über die gemeinsame Vergangenheit. Eine Beruhigung des Konflikts ist durch die Werbekampagne nicht erkennbar.