Real-Trainer José Mourinho hat seinen Abwehrspieler Raúl Asencio nach dessen Verurteilung wegen Trunkenheit am Steuer öffentlich kritisiert. Der 23-Jährige muss eine Geldstrafe von 14.400 Euro zahlen und seinen Führerschein für acht Monate abgeben.
„Ein Spieler von Real Madrid ist IMMER ein Spieler von Real Madrid, auch abseits des Platzes“, sagte Mourinho. Das Verhalten außerhalb des Spielfelds könne dem Image des Klubs schaden. Zugleich bezeichnete der Trainer Asencio als sehr professionellen Spieler und lobte dessen Trainingsleistungen.
Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP, die sich auf eine Gerichtsquelle beruft, wurde Asencio wegen eines Verkehrsvorfalls vom 16. August auf Gran Canaria schuldig gesprochen. Sein Alkoholwert habe mehr als das Dreifache des in Spanien erlaubten Grenzwerts betragen. Dieser liegt bei 0,5 Promille. Die Zeitung „Teneriffa News“ berichtete von einem Wert von 1,8 Promille.
Asencio äußerte sich anschließend ebenfalls zu dem Urteil. Über Instagram erklärte der Verteidiger, er bereue sein Verhalten zutiefst und übernehme die volle Verantwortung. Er habe aus dem Vorfall gelernt und wolle sich nun wieder auf seine sportliche Entwicklung und den Fußball konzentrieren.
In seinem Beitrag stimmte Asencio zugleich Mourinhos Forderung nach Disziplin auch außerhalb des Platzes zu. Er betonte, dass sich ein solcher Vorfall nicht wiederholen werde, und beendete seine Erklärung mit einem Bekenntnis zu Real Madrid.
Für Asencio stand auf Gran Canaria in derselben Woche noch ein weiterer Gerichtstermin an. Dabei ging es um einen Vorwurf aus dem Jahr 2023, konkret um die nicht einvernehmliche Weitergabe eines sexuellen Videos, auf dem unter anderem eine Minderjährige zu sehen sein soll. Neben Asencio waren drei ehemalige Jugendspieler von Real Madrid angeklagt.
In diesem Verfahren wurden Asencio und die drei anderen Fußballer freigesprochen. Nach Angaben des Berichts erklärten die beteiligten Frauen, sie würden den Männern verzeihen. Asencio schrieb danach, er habe während des Verfahrens geschwiegen und stets auf dessen Ausgang vertraut. Nun wolle er dieses Kapitel abschließen und nach vorne blicken.