In Friedland in Mecklenburg-Vorpommern ist eine 27-jährige Frau am Nachmittag des 9. August in ein Gebüsch gezogen und dort mutmaßlich vergewaltigt worden. Die Polizei nahm am folgenden Abend einen 24-jährigen Tatverdächtigen fest. Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
Nach den vorliegenden Angaben ereignete sich die Tat in der Mühlenstraße hinter einer ehemaligen Gaststätte. Der Mann soll sich der Frau genähert, sie überwältigt und vom Gehweg in das von Bäumen und Sträuchern verdeckte Gelände gezogen haben. Dort soll er die Frau missbraucht und verletzt zurückgelassen haben.
Die Betroffene konnte den Tatverdächtigen laut Polizei später detailliert beschreiben. Dazu gehörten sein Aussehen, seine Kleidung und besondere Erkennungsmerkmale. Eine Polizeisprecherin erklärte dem Bericht zufolge, kurz nach der Tat habe es Hinweise auf einen konkreten Verdächtigen gegeben. Deshalb sei auf einen öffentlichen Zeugenaufruf verzichtet worden, um eine mögliche Festnahme nicht zu gefährden.
Der 24-Jährige wurde am Abend des folgenden Tages noch in Friedland festgenommen. Nach Angaben aus dem Bericht soll er sich dort wiederholt im Umfeld einer Asylbewerberunterkunft aufgehalten haben, ohne dort zu wohnen. Zuvor habe er sich im benachbarten Landkreis Vorpommern-Greifswald aufgehalten.
Bei dem Tatverdächtigen handelt es sich laut den vorliegenden Informationen um einen aus Benin stammenden Mann. Sein Asylantrag in Deutschland war abgelehnt worden. Dagegen habe er Klage eingereicht. Über eine mögliche Abschiebung soll erst nach dem Abschluss dieses Verfahrens entschieden werden.
Die Staatsanwaltschaft hatte die Tat zunächst nicht öffentlich gemacht. Als Grund wurde der Schutz des Opfers genannt. Bekannt wurde der Fall dem Bericht zufolge erst nach einer Nachfrage bei den Behörden, fast vier Wochen nach dem Vorfall. Für den Tatverdächtigen gilt bis zu einem rechtskräftigen Urteil die Unschuldsvermutung.