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September 3, 2026
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Elliott steigt bei der Telekom ein und setzt Fusion mit T-Mobile US unter Druck

Die Telekom-Aktie hat am 3. September deutlich zugelegt. Auslöser sind Berichte über einen größeren Einstieg des US-Hedgefonds Elliott bei der Deutschen Telekom. Das Papier gewann zeitweise rund zwei Prozent und stieg über die Marke von 29 Euro.

Nach einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg will Elliott bei dem Bonner Konzern stärker mitreden. Der aktivistische Investor spricht sich demnach gegen eine Fusion der Deutschen Telekom mit ihrer US-Tochter T-Mobile US aus. Stattdessen solle der Konzern andere Möglichkeiten zur Steigerung des Unternehmenswerts prüfen, darunter umfangreichere Aktienrückkäufe.

Wie groß die Beteiligung von Elliott an der Telekom ist, blieb zunächst unklar. T-Mobile US lehnte eine Stellungnahme ab. Elliott und die Deutsche Telekom waren zunächst nicht zu erreichen.

Die Telekom-Aktie ist im Aufwind, obwohl die Bewertung des Konzerns an der Börse nach Einschätzung vieler Analysten zu niedrig ist. Die Kursziele der Experten liegen meist deutlich über dem damaligen Kursniveau von unter 30 Euro. Mit einer Gewichtung von mehr als 26 Prozent ist die Telekom zugleich mit großem Abstand das Schwergewicht im europäischen STOXX-Telekommunikationssektor.

Über eine mögliche Fusion mit T-Mobile US wird seit Monaten spekuliert. Zusammen kämen die Unternehmen derzeit auf einen Börsenwert von etwa 313 Milliarden Euro. Damit würde der weltgrößte Telekommunikationskonzern entstehen. Analysten und Anleger stehen den Plänen jedoch skeptisch gegenüber. Sie bezweifeln, dass ein Zusammenschluss den Unternehmenswert wie erhofft erhöhen würde.

JPMorgan-Analyst Akhil Dattani bezeichnete die Telekom-Aktie als extrem günstig und bewertet sie mit „Overweight“. Gleichzeitig werde das Papier durch eine Reihe strategischer Probleme belastet. Der geplante Zusammenschluss mit T-Mobile US sei komplex, weshalb sich eine breite Front gegen die Fusion gebildet habe.

Nach Einschätzung Dattanis muss die Telekom ihre künftige Beziehung zur US-Tochter plausibel erklären und zugleich deren Probleme angehen. T-Mobile US steht unter anderem wegen des Wettbewerbs im Mobilfunkgeschäft, der Konkurrenz durch Satellitenanbieter, der Schwäche im Glasfaserbereich und bevorstehender Auktionen für Mobilfunkfrequenzen unter Druck.

Die Aktie von T-Mobile US war am Vorabend an der Wall Street ebenfalls gestiegen. Seit ihrem Rekordhoch von etwas mehr als 276 Dollar Anfang März des vergangenen Jahres hat sie jedoch rund ein Drittel verloren. Mit dem Rückgang der US-Tochter geriet auch die Telekom-Aktie unter Druck. Seit dem Mehrjahreshoch von fast 36 Euro fiel sie um etwa ein Fünftel.

Der Börsenwert der Deutschen Telekom liegt bei rund 140 Milliarden Euro. Das 54-prozentige Aktienpaket an T-Mobile US ist umgerechnet gut 90 Milliarden Euro wert und trägt derzeit rund zwei Drittel zur Bewertung des deutschen Konzerns bei.

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