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Ilse Hartmann in Berliner Park getötet: Mutter erinnert an ihre Tochter

Die 46-jährige Ilse Hartmann ist in einem Berliner Park getötet worden. Ihre Leiche wurde am 21. August im Gebüsch zwischen einem S-Bahn-Gleis und einem Fußgängerweg nahe dem Zeiss-Großplanetarium im Bezirk Prenzlauer Berg gefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Wie die Frau starb, ist bislang unklar.

Am Fundort ist inzwischen eine Gedenkstätte entstanden. Kerzen, Blumen, Bilder und persönliche Gegenstände erinnern an die Verstorbene. Ilses Mutter Sonja Hartmann besucht den Ort regelmäßig und zündet erloschene Grablichter wieder an. „Die Gedenkstätte ist mein Zuhause geworden“, sagt sie.

Von dem Tod ihrer Tochter erfuhr Sonja Hartmann zwei Tage nach dem Leichenfund. Am Sonntag wurde sie nach eigenen Angaben zur Polizei gebeten. Dort teilten ihr die Beamten mit, dass Ilse tot sei. Die Nachricht habe sie völlig erschüttert. „Ich bin direkt zusammengebrochen“, berichtet die Mutter.

Auch die ungeklärten Umstände belasten sie. Nach Angaben der Berliner Polizei soll Ilse Hartmann über einen längeren Zeitraum in den Grünanlagen nahe dem Planetarium gelegen haben. Zur Todesursache äußern sich die Ermittler bislang nicht. Sie begründen das mit ermittlungstaktischen Gründen.

Die Gerichtsmedizin hat die Leiche nach Angaben des Berichts noch nicht freigegeben. Ein Abschied im familiären Rahmen war deshalb zunächst nicht möglich. Für die Mutter ist die Situation kaum zu bewältigen. „Für eine Mutter ist das unfassbar, wenn das Kind vor einem stirbt“, sagt sie.

Eine Woche nach dem Fund beschreibt Sonja Hartmann ihre Trauer als wechselhaft und überwältigend. Sie könne die Trauerwellen nicht aufhalten, sondern müsse abwarten, bis sie wieder nachließen. Der Tod ihrer Tochter habe eine große Anteilnahme im Viertel ausgelöst.

Ilse Hartmann war in der Nachbarschaft bekannt. Viele Menschen wussten laut dem Bericht, dass sie psychische Probleme hatte. Ihre Mutter möchte jedoch verhindern, dass ihre Tochter darauf reduziert wird. Auch ein Fahndungsfoto, mit dem die Polizei nach Hinweisen sucht, solle nicht das einzige Bild bleiben, das von Ilse in Erinnerung bleibt.

Stattdessen verweist Sonja Hartmann auf Aufnahmen aus verschiedenen Lebensabschnitten ihrer Tochter: Ilse ist darauf unter anderem mit Tieren, beim Bildhauen oder im Urlaub zu sehen. Ihre Mutter beschreibt sie als stark, meinungsfreudig, ehrlich und kreativ. Schon als Kind habe sie einen ausgeprägten eigenen Willen gehabt.

An der Gedenkstätte liegen auch Kinder- und Jugendfotos. Menschen bleiben dort stehen und halten inne. Sonja Hartmann will, dass über ihre Tochter gesprochen wird. „Ein Mensch ist erst dann gestorben, wenn man nicht mehr über ihn redet“, sagt sie. Die Ermittlungen zum Tötungsdelikt dauern an.

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