Weitsprung-Olympiasiegerin Tara Davis-Woodhall ist in der vergangenen Woche in einen Frontalunfall verwickelt worden. Die US-Amerikanerin erlitt dabei eine schwere Gehirnerschütterung. Ob sie bei den „Ultimate Championships“ vom 11. bis 13. September in Budapest antreten kann, ist derzeit offen.
Davis-Woodhall schilderte den Unfall bei einer Medienrunde vor dem Leichtathletik-Event. Demnach war sie auf dem Weg zu einer Trainingseinheit, als auf einem Parkplatz ein anderes Auto in ihre Fahrspur abbog. Es kam zum Frontalzusammenstoß. Beide Fahrzeuge erlitten einen Totalschaden.
„Wir waren beide mit etwa 20 Meilen pro Stunde (etwa 32 Kilometer pro Stunde) unterwegs“, sagte die 27-Jährige. Weitere Einzelheiten könne sie nicht nennen. Der Unfall sei jedoch sehr beängstigend gewesen. Sie habe Glück gehabt und sei gesegnet, noch am Leben zu sein und keine lebensbedrohlichen Verletzungen erlitten zu haben.
Körperlich gehe es Davis-Woodhall inzwischen gut. Die Folgen spüre sie nach eigenen Angaben vor allem mental. „Psychisch ist da einfach irgendetwas, da spielt sich wirklich etwas ab“, erklärte die Olympiasiegerin.
Auch auf Instagram machte Davis-Woodhall den Unfall öffentlich. Sie teilte Fotos und Videos, auf denen unter anderem Kratzer an ihrem Arm zu sehen sind. Ihr Mann, der Para-Leichtathlet Hunter Woodhall, ist in einem der Videos ebenfalls zu sehen. Er nimmt seine Frau nach dem Unfall in den Arm und tröstet sie.
Der Zeitpunkt des Unfalls ist für die US-Amerikanerin besonders ungünstig. Davis-Woodhall befand sich nach eigenen Angaben auf dem Höhepunkt ihrer Vorbereitung auf die erstmals ausgetragenen „Ultimate Championships“. Bei dem Wettbewerb in Budapest treten die besten Leichtathletinnen und Leichtathleten an. Insgesamt sollen zehn Millionen US-Dollar ausgeschüttet werden.
„Das Timing ist wirklich unglücklich“, sagte Davis-Woodhall. Sie sei so schnell und so stark wie noch nie zuvor gewesen. Eine Entscheidung über ihren Start bei den Wettkämpfen steht noch aus.
Davis-Woodhall hatte bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris Gold im Weitsprung gewonnen. Die deutsche Athletin Malaika Mihambo belegte damals den zweiten Platz. Mihambo wird in Budapest wegen eines Muskelfaserrisses fehlen.