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September 1, 2026
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Ölpreis und Zinssorgen setzen den DAX nach Rekordhoch weiter unter Druck

Der DAX hat seine Korrektur nach dem Rekordhoch vom vergangenen Freitag fortgesetzt. In den ersten Handelsminuten am Dienstag fiel der deutsche Leitindex um 0,5 Prozent auf 26.131 Punkte. Bereits am Montag war er um 1,2 Prozent auf 26.258 Zähler gesunken.

Am Freitag hatte der DAX noch einen Höchststand von 26.618 Punkten erreicht. Nach der Rekordjagd belastet nun die angespannte Lage im Nahen Osten die Stimmung an den Märkten. Hinzu kommen Sorgen vor weiter steigenden Zinsen.

Besonders der Anstieg der Ölpreise sorgt bei Anlegern für Unsicherheit. Die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran nährt Befürchtungen, dass es zu Unterbrechungen bei den Lieferungen kommen könnte. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 1,2 Prozent auf 91,58 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich um bis zu 1,6 Prozent auf 87,09 Dollar.

US-Präsident Donald Trump hatte am Montag weitere Angriffe auf Iran angedroht. Zuvor war es am Sonntag zum ersten direkten Schlagabtausch zwischen den beiden Ländern seit einem Monat gekommen. Dadurch rückt laut Marktanalysten auch eine mögliche iranische Vergeltung wieder stärker in den Fokus. Als Risiko gelten zudem mögliche Schäden an der Energieinfrastruktur rund um den Persischen Golf.

Der höhere Ölpreis verstärkt zugleich die Inflationssorgen. An den Finanzmärkten stehen deshalb die an diesem Dienstag erwarteten Inflationsdaten aus der Eurozone im Blickpunkt. In Deutschland waren die Verbraucherpreise im August bereits um 2,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Als wesentlicher Grund wurden erneut höhere Energiepreise genannt.

Die Geldpolitik bleibt damit ein weiterer Belastungsfaktor. Marktteilnehmer rechnen damit, dass die Europäische Zentralbank ihren Leitzins in der kommenden Woche erneut anheben könnte. Im Raum steht eine Erhöhung von 2,25 auf 2,50 Prozent. Auch bei der US-Notenbank Federal Reserve wird eine Zinserhöhung im September erwartet.

Neben Ölpreisen und Geldpolitik richten sich die Blicke auf einzelne Technologiekonzerne. Die US-Wettbewerbsbehörde FTC und mehrere Bundesstaaten verklagen Amazon. Dem Unternehmen wird vorgeworfen, Werbeplätze künstlich verteuert und die höheren Kosten zu einem großen Teil an Verbraucher weitergegeben zu haben. Amazon soll damit zweistellige Milliardenbeträge verdient haben.

Bei Apple steht unterdessen ein Wechsel an der Konzernspitze an. Vorstandschef Tim Cook soll seinen Posten an John Ternus übergeben. Cook hatte den iPhone-Hersteller 15 Jahre lang geleitet. Ternus soll Apple in die Ära der künstlichen Intelligenz führen.

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